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Große Resonanz bei den ersten Schultheatertagen der Burgfestspiele Jagsthausen und der Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken gGmbh (aim)

17. Juli 2019

Zwei Tage, sechs Gruppen und Inszenierungen, rund 130 Beteiligte und jede Menge Schauspielspaß, Theaterfreude und Lernmomente. Das waren die ersten gemeinsamen Schultheatertage der Burgfestspiele Jagsthausen und der Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken gGmbh (aim), die am 16. und 17. Juli in Jagsthausen erfolgreich stattfanden.

Seit Beginn des laufenden Schuljahres arbeiteten die jungen Schauspielbegeisterten der Freien Johannesschulen Flein, des Eduard-Mörike-Gymnasiums Neuenstadt a.K., des Jagsttal-Schulverbunds Möckmühl, des Eckenberg-Gymnasiums Adelsheim, des Ganerben-Gymnasiums Künzelsau und der aim- Akademie an klassischen, aber auch an moderneren Stücken zum Thema „Gerechtigkeit und Recht“ und haben diese neu interpretiert. Was ist gerecht, was unrecht? Wer oder was entscheidet, ob etwas rechtens ist? Lohnt es, zu protestieren oder reicht es, sich zu fügen waren nur ein paar der Fragen, mit denen sich die Jugendlichen in den letzten Monaten auseinandergesetzt haben.

Rahmenprogramm der Schultheatertage waren umfangreiche Workshops, wie Kennenlern-Workshops und Workshops zum Thema „Feedback und Analyse“, um den anderen Schülern nach ihrem Auftritt konstruktives und wertschätzendes Feedback geben zu können. Am zweiten Tag folgten vertiefende Themenworkshops, wie „Tanz-Bewegung-Choreografie“, „Material spielend erforschen“, „Die vier Grundtypen“, „Knopf oder Klett – theaterspezifische Anforderungen an das Kostüm“, „Einführung in die Licht- und Tontechnik“, „Atem und Stimme“, „Schaukampf ohne Verletzungen“ sowie „Improvisation“, die von Theaterpädagoginnen und Mitarbeitern der Burgfestspiele durchgeführt wurden und von den Jugendlichen nach Interesse belegt wurden.

Höhepunkte der Schultheatertage waren, die an beiden Abenden mit großer Resonanz stattfindenden Aufführungen von jeweils drei der Theatergruppen im Burghof mit insgesamt rund 700 Zuschauern. Das Publikum zeigte sich tief beeindruckt von den Leistungen der Gruppen und den unterschiedlichen Umsetzungen und Interpretationen des vorgegebenen Themas. Das Ganerben-Gymnasium Künzelsau brachte das Stück „Quod lupi sumus! Weil wir Wölfe sind!“ auf die Bühne. Die Theater AG des Jagsttal-Schulverbunds Möckmühl bot eine eigene Interpretation des Klassikers „Robin Hood“ auf die Bühne mit der Frage „Wie kann man Ungerechtigkeit begegnen“. Es folgte die Gruppe der „aim-Juniorakademie“ mit einem Tanztheaterprojekt unter dem Titel „Ungerecht?! – Lawine aus Recht und Unrecht“. Das Eckenberg-Gymnasium Adelsheim brachte das Stück „Der Spiegel der Erkenntnis“ auf die Bühne. Es folgte „Nathan!“ in einer eigenen Interpretation und Inszenierung der Freien Johannesschulen Flein. Den Abschluss bildete der „Literatur und Theater Kurs“ des Eduard-Mörike-Gymnasiums Neuenstadt a.K. mit einer szenischen Collage mit dem Titel „Schuld.“. Alle Inszenierungen überzeugten mit eigenen Interpretationen, großer Bühnenpräsenz, Textsicherheit, tollen Kostümen und Bühnenbildern und einer tollen schauspielerischen Gesamtleistung. Zahlreiche Eltern, Familien, Freunde und Theaterinteressierte besuchten die Vorstellungen und bestätigten die gute Arbeit der Gruppen mit großem Applaus.

„Es waren zwei spannende Tage, an denen die Schülerinnen und Schüler gezeigt haben, wie wichtig es ist, sich mit dem Thema Gerechtigkeit auseinanderzusetzen. Das Engagement jedes einzelnen war ebenso beeindruckend wie die aus dem Projekt entstandenen Inszenierungen, die alle auf ihre Weise unter die Haut gingen und nachhaltig beeindruckten.“ Tatjana Linke, Geschäftsführerin aim.

Auch Burgfestspiel-Regisseurin Eva Hosemann, die als Workshopleiterin aktiv war und durch die beiden Abende führte, war sehr zufrieden: „Die Schultheatertage waren ein voller Erfolg. Es war beeindruckend zu sehen, wie sich Kinder und Jugendliche mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen und unterschiedlichste Formen finden, ihre Gedanken auf der Bühne zu präsentieren. Ich finde ihre Stimmen sind sehr wichtig. Unser großer Dank geht an die aim-Akademie für die wunderbare Zusammenarbeit und Umsetzung dieses tollen Projektes.“