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Burgfestspiele Jagsthausen ziehen für den Sommer 2015 eine erfolgreiche Spielzeit-Bilanz

31. August 2015

Die Burgfestspiele Jagsthausen ziehen auch für die zweite Spielzeit unter der Künstlerischen Leitung von Axel Schneider eine erfolgreiche Bilanz – sowohl unter künstlerischen Aspekten, wie auch beim Besucheraufkommen.
Die von Schneider am Ende der vergangenen Saison angekündigte Anknüpfung an das hohe Niveau bei der Stückauswahl, den Inszenierungen und beim Ensemble wurde von rund 50.530 Besuchern der sieben mehrfach aufgeführten Produktionen, von drei Gastspielen sowie einer Benefiz-Veranstaltung der Freunde der Burgfestspiele an insgesamt 89 Spielterminen im Burghof sowie im Gewölbe honoriert und mit großartigem Applaus begleitet. Nicht von ungefähr kamen hingegen oftmals die Sorgenfalten der Festspielleitung wegen der sommerlichen Hitze – der Ticketverkauf an der Abendkasse blieb an manch heißem Abend hinter den üblichen Verkaufszahlen zurück und ließ damit die Möglichkeit einer noch höheren Gesamtbesucherzahl im wahrsten Sinne des Wortes dahinschmelzen. Die Produktion mit der höchsten Auslastung war – für viele nicht unerwartet – „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ in der Inszenierung der stellvertretenden Künstlerischen Leiterin Eva Hosemann.

„Das Niveau der Inszenierungen, ein großartiges Ensemble, ein professionelles und für die Belange der Burg einfühlsames Team bei Bühnenbild, Kostüm und Technik sowie die neue Ausstattung im Burghof haben die Burgfestspiele Jagsthausen in diesem Jahr erneut weitergebracht und die Stellung unter den professionellen Freilichtbühnen in Baden-Württemberg und darüber hinaus gefestigt“, stellt ein insgesamt zufriedener Geschäftsführer Roland Halter fest. Wie sich die Besucherzahl wirtschaftlich auswirkt, wird am Ende des Jahres feststehen, doch wurde die angepeilte Besucherzahl zum Sprung in die schwarzen Zahlen von knapp 46.600 Gästen deutlich erreicht.

„Wie im Sport, so auch in der Kunst heißt es, die zweite Saison ist die schwierigste.  Umso mehr freut es mich, dass die Burgfestspiele als ‘Neuland‘ zum ‘sicheren Pfad‘ wurden“, bewertet Axel Schneider die Spielzeit. „Viele Abläufe haben sich gut eingespielt und das gesamte Team hat sich einmal mehr gefunden und einen großen und anspruchsvollen Spielplan mit viel Engagement und Liebe zum Theater zum Glänzen gebracht. Bei allen Anstrengungen hat es erneut Spaß gemacht – und davon leben die Burgfestspiele nach innen, wie nach außen! Wichtig war es auch für mich zu sehen, dass die Herausforderung ‘Götz – immer wieder neu‘ hervorragend bewältigt wurde. Man kann diesem vielschichtigen Stück scheinbar tatsächlich immer wieder neue Ansätze und Sichtweisen entlocken und mit der Leistung der Schauspieler und Regie zu immer wieder neuer Attraktion verhelfen.“

Axel Schneider weiter: „Genauso wichtig war mir aber die Erfahrung des ersten Jahres, mit neuen Stoffen auch ein neues und breiteres Publikum zu erreichen, weiter auszubauen. Dieses Jahr gelang dies besonders mit dem ‘Hundertjährigen‘ unter dem tosenden Applaus des Publikums. Dabei immer wieder die Besonderheit der wunderbaren Burgkulisse einzubeziehen ist ein großes Plus. Qualität und Attraktivität haben sich herumgesprochen in der Szene und helfen mir sehr, großartige Künstler von Jagsthausen begeistern zu können.“

Durchschnittlich war in dieser Spielzeit bei den 74 Aufführungen im Burghof die neue, 885 Personen fassende Tribüne mit 663 Besuchern besetzt, was einer Auslastung von 75 Prozent entspricht. Die bei der Premiere hoch gelobte und positiv diskutierte Inszenierung des Traditionsstückes „Götz von Berlichingen“, mit einem ernst-ironischen Walter Plathe in der Titelrolle, fand ihre Fortsetzung an elf weiteren Abenden und einer über den Erwartungen gelegenen Besucherzahl von rund 8.200 Gästen.

Belohnt wurde das Wagnis, den Buch-Bestseller „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ von Jonas Jonasson erstmals in Deutschland auf einer Freilichtbühne zu spielen. Wechselnde Schauplätze, verschiedene Zeitebenen, viel Tempo und ein bestens aufgelegtes Ensemble begeisterten über 8.300 Theaterbesucher.

Tolle Fechtszenen, pfiffige Dialoge und eine kurzweilige Inszenierung: Auch „Robin Hood“, die Legende um den britischen Freiheitskämpfer, wurde von den Besuchern mit viel Zwischenapplaus und Ovationen am Ende jeder Aufführung bedacht. Trotz des späten Premierentermins kamen auch ab Mitte Juli nochmal 5.100 Zuschauer in die Götzenburg. Sie erfreuten sich an Wort- und Spielwitz sowie an den brillanten Kampfszenen der Inszenierung. Bestätigt wurden die Verantwortlichen in ihrer Entscheidung, als einzige Wiederaufnahme „Die Feuerzangenbowle“ in den Spielplan 2015 aufzunehmen: Rund 3.700 Besucher amüsierten sich über die pfiffigen Streiche des „Schölers Pfeiffer“.

Mit 11.600 Besuchern zog das Musical „Anatevka“ mit Peter Bause als Milchmann Tevje die meisten Besucher eines Abendstückes in den Burghof und setzte damit die seit Jahren anhaltende Nachfrage nach glänzend dargebotenen musikalischen Highlights auf der Götzenburg nahtlos fort. Die spannende Geschichte um „Ronja Räubertochter“ ließen sich etwa 11.300 Kinder und Erwachsene nicht entgehen. Auch das im vergangenen Jahr neu installierte Konzept bei den Familienstücken, neben der Aufführung im Burghof parallel ein Stück für die Kleineren im Gewölbekeller zu spielen, wurde wieder sehr erfolgreich angenommen: „Der kleine Rabe Socke: Alles meins!“ war stets ausverkauft – und auch die Karten für zwei Zusatzvorstellungen waren innerhalb weniger Stunden vergriffen (1.400 Zuschauer).

PM 035 – 2015