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Jean-Claude Berutti

10. April 2017 von Kerstin Lammer

Regie: Ziemlich beste Freunde.

Jean-Claude Berutti wurde in Toulon, Frankreich geboren und ist freischaffender Regisseur. Er war Intendant des Théâtre du Peuple in Bussang sowie von 2002 bis 2011 Intendant der Comédie de Saint-Etienne, einer der bedeutendsten Theaterbühnen Frankreichs. Seine Vorliebe gilt der Wiederentdeckung seltener oder vergessener Texte.

Im Bereich der Oper inszeniert Jean-Claude Berutti seit mehr als 20 Jahren selten aufgeführte Werke des Repertoires u.a. am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, an der Oper Frankfurt, an der Oper Leipzig, am Staatstheater Braunschweig, an der Opéra national de Lyon, an der Opéra d’Avignon, an der Opéra national de Lorraine, an der Opéra national du Rhin, an der Opéra National de Bordeaux, an der Opéra Royal de Wallonie, an der New Israeli Opera in Tel Aviv. Berutti arbeitete in diesem Bereich mit den verschiedensten Dirigenten zusammen, wie etwa Sylvain Cambreling, Philippe Herreweghe, Jonathan Nott, Emmanuelle Haïm, Bernhard Kontarsky, Emmanuel Krivine, Christophe Rousset oder Ivan Fischer.

Jean-Claude Berutti hat Werke von Brecht, Ionesco, Molière, Tschechow, Tabori, Dvorak, Martin du Gard, Mann, Verdi, Gorki, Akakpo, Shakespeare, Wagner, Schnitzler u. a. m. in Brüssel, Paris, Frankfurt, Moskau, Gent, Nikosia, Leipzig, Lyon, Tel Aviv, Tunis, Lomé usw. inszeniert.

Zu seinen erfolgreichsten Inszenierungen der letzten Jahre im Bereich Sprechtheater zählen etwa „Les Temps difficiles“ von Edouard Bourdet an der Comédie-Française in Paris und Goldonis vergessene Trilogie „Zelinda und Lindoro“, die bei der Biennale von Venedig 2007 mit dem Lioncino d’oro ausgezeichnet wurde. Zuletzt inszenierte er u.a. Gorkis „Sommergäste“ und Shakespeares „Hamlet“ bei den Bad Hersfelder Festspielen, Molières „Le malade imaginaire“ am Nationaltheater in Zypern, „Saturn kommt zurück“ von Noah Haidle am Staatstheater Nürnberg und „Total glücklich“ von Silke Hassler im Theater in der Josefstadt in Wien. Mit der von ihm gegründeten „Compagnie Jean-Claude Berutti“ präsentiert er außerdem regelmäßig Theaterproduktionen in Frankreich.

Von 2005 bis 2011 war Berutti Präsident der European Theatre Convention (ETC), einem gesamteuropäischen Theaternetzwerk, dem auch das Theater Dortmund angehört, an dem er 2012 Schillers „Kabale und Liebe“ inszenierte.

An den Hamburger Kammerspielen inszenierte Jean-Claude Berutti mit riesigem Erfolg im Frühjahr 2014 die französische Komödie „Ziemlich beste Freunde“ und im Herbst 2014 das Stück „Unsere Frauen“. In Jagsthausen inszenierte er 2016 das Traditionsstück „Götz von Berlichingen“.