
„Götz von Berlichingen“
„Deutschland, Deutschland, du gleichst eher einem Morast als einer schiffbaren See!“
Mit dieser Einschätzung der gesellschaftlich-politischen Lage des ausgehenden Mittelalters im Übergang zur Neuzeit spricht Kaiser Maximilian Götz von Berlichingen aus der Seele. Auch er leidet am Zerfall der alten Werte, dem drohenden Untergang der freiheitsliebenden Ritter alten Schlags, die noch an den Idealen des Rittertums hängen, als diese längst ihre Verbindlichkeit verloren haben. Aber auch seine Gegenspieler, der Bischof von Bamberg, sein ehemaliger Freund Adalbert von Weislingen und Adelheid von Walldorf, die Götz erbarmungslos bekämpfen, werden in diesem gnadenlosen Spiel aller gegen alle in den Abgrund gezogen.
Mit dieser Neuinszenierung wird erstmals einen Blick „von außen“ auf dieses packende Schauspiel um Freiheit und Rebellion, um Leidenschaft, Liebe und Tod gewagt. Wie interpretieren ein Däne (Regisseur Jan Maagaard) und ein Schwede (in der Titelrolle der perfekt deutsch sprechende Peter Haber, bekannt u.a. als der Stockholmer TV-Kommissar Beck) die Verhältnisse im Deutschland des Götz von Berlichingen?








