Erste Bilanz
Rund 54.500 Besucher bei der 60. Spielzeit in der Götzenburg
Mit etwa 54.500 Theaterbesuchern schließt die Gästebilanz der Burgfestspiele Jagsthausen für die 60. Spielzeit in der Götzenburg. Geboten wurden zwischen Juni und Ende August fünf Theaterproduktionen sowie zwei Lesungen mit insgesamt 71 Aufführungen. Damit wurde eine Minusentwicklung bei den Besucherzahlen in den beiden zurückliegenden Jahren wieder ins Positive gedreht. Die Quote im Vergleich zur Vollauslastung lag über 84 Prozent.
Zu den beiden Konzerten mit Jazz-Altstar Klaus Doldinger sowie Entertainer Götz Alsmann und einer Benefiz-Matinee „Caveman“ der Freunde der Burgfestspiele kamen weitere 1.700 Kulturinteressierte in den Burghof. Die erstmals bespielte „hörBar“ mit gelungenen Auftritten vieler Ensemblemitglieder zog rund 700 Gäste jeweils samstags ins Theaterzelt im Burggraben.
Mit den Besucherzahlen des Freilichttheaters zeigt sich die Geschäftsleitung der Burgfestspiele insgesamt zufrieden, da diese im Korridor der Erwartung lagen. Ob die wechselnden Witterungsbedingungen eine noch bessere Zahl verhinderten, bleibt wie in jedem Jahr reine Spekulation. Fakt ist, dass eine Schülervorstellung des „Götz von Berlichingen“ sowie eine Abendvorstellung „Die Räuber“ wegen aufziehender Gewitter abgebrochen und einige wenige Vorstellungen wegen zu starken Regens unterbrochen werden mussten.
Über 12.700 Besucher (16 Aufführungen, 85 Prozent Auslastung) sahen mit „Die Dreigroschenoper“ großes Musiktheater in der Burg, rund 9.400 Gäste (12 Aufführungen, 84 Prozent Auslastung) sahen die hoch gelobte Inszenierung von „Die Räuber“ von Regisseur Peter Löscher. Mit „A Midsummernight´s Sex Comedy“ brachte Intendant Heinz Kreidl ein selten gespieltes Genre in den Burghof: Knapp 6.000 Besucher (8 Aufführungen, 80 Prozent Auslastung) sahen die amüsanten erotischen Verwicklungen dreier Paare. Das Traditionsstück „Götz von Berlichingen“ mit Arthur Brauss in der Titelrolle und Carolina Vera als verführerische Adelheid zog im dritten Jahr der Inszenierung rund 9.100 Besucher (13 Vorstellungen, 75 Prozent) in den Burghof. Das Familienstück „Die kleine Hexe“ mit tollen Kostümen und einer kindgerechten Regiearbeit von Peter Seuwen erfreute rund 17.200 Kinder und Erwachsene (20 Vorstellungen, 92 Prozent Auslastung). Enttäuschend für die Burgfestspiele war die Resonanz auf die beiden Lesungen mit Günter Lamprecht im Gewölbekeller der Burg, zu denen etwa nur halb so viele Interessierte kamen, wie erwartet wurde.
August 2009
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