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Burgfestspiele Jagsthausen 2016

48.000 Besucher begeistert vom Programm der Burgfestspiele Jagsthausen

29. August 2016

Mit viel Licht, trotz des vielen Regens in diesem Sommer, beenden die Burgfestspiele Jagsthausen ihre Spielzeit 2016. Begeistert und oft mit Standing Ovations wurden die Aufführungen im traditionsreichen Burghof der Götzenburg von den Besuchern aufgenommen und auch bei den fachkundigen Kritikern fand das Programm mit Neuinszenierungen, Wiederaufnahmen, Co-Produktionen und Gastspielen äußerst positive Resonanz. Unterm Strich konnten mit über 48.000 Besuchern die hohen, selbst gestellten Erwartungen knapp erreicht werden. Aufgrund der positiven Reaktionen auf die dargebotenen Stücke hätte sich die Geschäftsführung unter normalen Umständen eine noch größere Auslastung vorstellen können. Doch während der rund dreimonatigen Spielzeit unter freiem Himmel konnten sich die Festspiele nicht komplett den Rahmenbedingungen entziehen; besonders die unwetterartigen Wetterlagen und ungünstigen Wettervorhersagen, die in diesem Sommer auch zahlreiche weitere Veranstalter trafen, nennt Geschäftsführer und Bürgermeister Roland Halter als mögliche Gründe, die ein besseres Ergebnis beeinflusst haben.

Eine große Programmbreite kennzeichnete die dritte Spielzeit unter dem Künstlerischen Leiter Axel Schneider, der mit einem Familienmusical für Jung und Alt in diesem Jahr ein weiteres Format erfolgreich beim einzigen Profitheater im Landkreis Heilbronn einführte.

„Drei Jahre braucht man, um eine Spielplan-Handschrift beim Publikum nachhaltig sichtbar zu machen, so sagt man. Ich bin daher überaus glücklich, dass alle zehn gezeigten Produktionen so ausgezeichnet bei Publikum und Presse ankamen. Viele Abende, selbst die bei Regen, wurden mit Standing Ovations bedacht,“ freut sich Schneider und betont weiter: „Zudem haben sich alle Ensemblemitglieder sehr wohl gefühlt, was nicht selbstverständlich ist, da man ja vier Monate, mit intensiven Proben- und manchmal Doppelprobenzeiten inklusive, eine Art Zweckgemeinschaft gründen muss, die bei Wind und Wetter jeden Abend Höchstleistung bringen soll. Auch die Regie- und Ausstattungskonzepte konnten einmal mehr sehr überzeugen, indem sie eigene, überraschende und ästhetisch hochwertige Lösungen schafften und dabei nie das besondere Ambiente der Burg vernachlässigten. Nach drei Jahren erlaube ich mir zu sagen, die vielen Vorzüge der Burg einschätzen und bedienen zu können, und mit den Unwägbarkeiten des Open Air umgehen gelernt zu haben. Es macht einfach Spaß hier zu arbeiten und dieser Spaß kam offensichtlich auch in der dritten Saison rüber.“

81 Aufführungen im Burghof und 16 auf der kleinen Bühne im Gewölbekeller der Götzenburg führten über 48.000 Besucher nach Jagsthausen. Die meisten Besucher, insgesamt 10.100, sahen bei fünfzehn Vorstellungen „Zorro – das Musical“. Es folgen die weiteren Eigenproduktionen „Der kleine Ritter Trenk“ (16 Vorstellungen – 7.600 Besucher) sowie „Der Name der Rose“ (9 Vorstellungen – 6.600 Besucher). Die höchste Auslastung mit an vielen Abenden ausverkauften Vorstellungen verzeichnete das Gastspiel der Hamburger Kammerspiele „Ziemlich beste Freunde“ mit Hardy Krüger jr. und Patrick Abozen, das an sieben Abenden rund 6.100 begeisterte Zuschauer bejubelten. Bestätigt sehen sich Geschäftsführung und Künstlerische Leitung in ihrer Entscheidung für ein breiteres Angebot für Familien: Das parallel zu „Der kleine Ritter Trenk“ im Gewölbe gespielte Kinderstück „Zum Glück gibt´s Freunde“ wurde mit knapp eintausend jungen und älteren Zuschauern bei zwölf Aufführungen erneut bestens besucht. Und mit „Oliver Twist“, ein Familienmusical mit der Musik von Konstantin Wecker, wurde dieses Format bei fünf Aufführungen von über 2.000 Besuchern begeistert aufgenommen. Die weiteren Besucherzahlen: „Götz von Berlichingen“ mit Publikumspreisträger Christopher Krieg in der Titelrolle (12 Aufführungen – 6.100 Besucher), das Gastspiel „Wie im Himmel“ (9 Aufführungen – 4.600 Besucher) sowie die Wiederaufnahmen „Der 100-jährige der aus dem Fenster stieg und verschwand!“ (5 Aufführungen – 2.300 Besucher) sowie „Die Feuerzangenbowle“ (3 Aufführungen – 1.400 Besucher).